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Digitales Lernen beim Gamescom Congress 2020

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Foto eines Vortrags auf der GamesCom 2020

Wie Games den Schulalltag bereichern können

von Dejan Simonović 

Der Gamescom Congress hat dieses Jahr im Rahmen der digitalen Ausgabe der Gamescom ausschließlich online am 28. August 2020 stattgefunden. Mit dem Schwerpunkt “Digitales Lernen” hat sich der Kongress dieses Mal gezielt an Lehrkräfte und Pädagog*innen gerichtet. Unter anderem hat die GMK mit “Schule und Games” eine bescheinigte Lehrer*innen-Fortbildung als Programmpunkt angeboten. Weitere Inhalte reichten von vorproduzierten Keynotes, überLive-Q&A Sessions mit den Referent*innen, bis hin zu Live-Onlineworkshops. Einige Inhalte, wie zum Beispiel die Keynotes, sind auch jetzt noch auf der Website des GamesCom Congress verfügbar.

Ungewöhnlich war für alle Beteiligten, dass man sich nur virtuell getroffen hat. Besonders die Messe selbst war digital ein anderes Erlebnis: Statt sich ins dichte Gedränge und engen Austausch in den vollen Messehallen zu begeben, konnte man dieses Jahr Unmengen an Trailern und Videoberichten zu neuen Games ansehen. Über 2 Millionen Zuschauer verfolgten live die Eröffnungsshow. Auf der Homepage der Gamescom  kann man sich in Rückblicken auch jetzt noch einen Einblick in das Onlineevent verschaffen. Auch Spieleredaktionen wie Gamesstar oder Rocket Beans berichteten live in Form über YouTube oder Twitch. Interessant für Pädagog*innen ist vor allem die Indie Booth Arena. Normalerweise präsentieren hier dicht gedrängt kleine Entwicklerstudios, die sich eigentlich keinen eigenen Stand auf der Gamescom leisten könnten. Die Organisator*innen haben die Indie Booth Arena liebevoll virtuell nachgestaltet und Indie Studios die Möglichkeit gegeben, ihre innovativen Spiele zu präsentieren. 

Auf dem virtuellen Kongress wurden Themen, wie Rassismus in Spielen oder Klimawandel (Games for Future) diskutiert, aber auch Projekte wie Creative Gaming oder Initiativen wie Erinnern mit Games vorgestellt. Dabei geht es um die Rolle digitaler Spiele in der Erinnerungskultur. Ebenso wurden ganz konkrete, bildungsrelevante Spiele präsentiert und besprochen. Leons Identität wurde in enger Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verfassungsschutz NRW entwickelt. Es beschäftigt sich beispielsweise mit dem Abgleiten eines Jugendlichen in die rechtsextreme Szene. Felicitas Fogg – In 80 Karten um die Welt behandelt das Thema Datenschutz als modernes Augmented Reality Kartenspiel. Pathways Europe bietet ebenfalls eine durch Augmented Reality gestützte Rundreise durch Europa und wurde mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes entwickelt. Dank dieser Untersützung ist es kostenlos und werbefrei in den Appstores verfügbar.

In den Workshops haben sich Pädagog*innen über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von Games im Unterricht ausgetauscht. Manche berichteten, wie man über klassische Point & Click Adventures wie Ceville oder Borken Age Erzählstrukturen behandeln kann. In einem weiteren Beispiel können Schüler*innen mit Hilfe von GTA5 Rassismus in den Vereinigten Staaten erleben. Auch das Gestalten eigener Textadventures in der Medienpädagogischen Arbeit mit Twine oder der Einsatz von Classcraft als Gamificationtool für den Unterricht wurden in Workshops erklärt.

Ein Kennzeichen der Gamescom und des Kongresses ist deren politische Strahlkraft. Außenminister Heiko Maas wurde interviewt zur Frage, wie man junge Menschen über digitale Spiele noch mehr für Außenpolitik interessieren kann. Im live übertragenen (De-)battle Royal diskutierten Spitzenpolitiker*innen zum Abschluss des Kongress über die Förderung der Spielekultur und die Digitalisierung der Schulen. Dabei mussten sie sich auch Fragen zum möglichen Einsatz von Games im Unterricht stellen. Wie jedes Jahr waren sich auch diesmal alle parteiübergreifend einig, dass die digitale Spielekultur und die Förderung der Digitalisierung in Schulen sehr wichtig für Deutschland sind. Alle finden, dass es einiges zu tun gibt.  Wer an der gesamten Debatte interessiert ist, kann auch  dieses Video online nachschauen.

Trotz dem erzwungenen Online-Format hat die Gamescom Congress 2020 auch dieses Jahr eine Menge für Lehrkräfte zu bieten gehabt. Der fehlende Austausch vor Ort wird durch ein großes Angebot an verfügbaren Online-Materialien und Videos wettgemacht. Diese kann man sich auch noch anschauen, wenn man die Tagung und Messe im August verpasst hat.

 
(Foto: Koelnmesse / gamescom / Medien Service)